Ausruhtag und zugleich letzter Tag dieser Reise. Ich gehe natürlich nochmal zur Kathedrale und genieße diese besondere Atmosphäre. Da fallen sich Menschen in die Arme, andere liegen erschöpft auf den Steinen. Da sind schon eine ganze Menge Blasen , kaputte Füsse und Knien unterwegs. Aber das alles hat hier an der Kathedrale ein Ende. Nur der Dudelsackspieler findet gar kein Ende und spielt den ganzen Tag. 430 Kilometer bin ich durch Spanien gelaufen auf der Via de la Plata und dem Camino Sanabres. Ich bin zu einem jungen Mann ins Auto gestiegen ;-), Taxi, Bus und Zug gefahren, habe tolle Menschen kennengelernt und fahre in tiefster Zufriedenheit und voller Glück zurück. Und freue mich, endlich mal wieder was anderes anziehen zu können:-) Ich sage Danke an alle die mich hier auf dem Blog begleitet haben. Besonders natürlich meiner wunderbaren Familie. Im Gedenken auch an meine Mama.
Heute habe ich mal richtig zugelegt beim Tempo. In der Spitze waren es 245 kmh 😀. Ok , es war ein Schnellzug.Den Bahnhof dafür zu finden, war schon ein Abenteuer. Ich war zunächst am 'normalen ' Bahnhof. Zum Glück schon am Abend zuvor. Aber kein Aushang nix. Der Wirt erklärte mir dies sei der falsche Bahnhof, der für die Schnellzüge sei 8 Kilometer entfernt ...oje...also musste ich mir wieder ein Taxi bestellen, denn zu Fuss kommt man da gar nicht hin. Under Bahnhof ist wirklich ein grosser Würfel...mit 2 Bahnsteigen, Gepäckkontrolle und insgesamt 10 Zügen die pro Tag dort halten. Unglaublich. Na jedenfalls war ich schnell in Ourense, der letzten grossen Stadt vor Santiago. Und weil es hier doch immermal bergauf geht, gibt's sogar ein Rollband.
Ach war das heute eine schöne Etappe. Sonne,29 Grad, etwas Wind und fast immer leicht bergab. Und dann überholt mich ein junger Mann, mit dem hab ich schon eine Nacht in der Herberge verbracht ;-) aber keine Ahnung wo. Und dann noch ein Mann. Der rennt an mir vorbei, mit Rucksack. Als wäre der Teufel hinter ihm her. Hab aber gar keinen gesehen. Dann höre ich plötzlich Musik aus einem Garten, das Tor ist weit geöffnet. Die Finca Andurinas entpuppt sich als Pilgeroase. Ich bekomme einen leggger Kaffee und sogar noch ein Brot. Derart motiviert gehts dann steil bergab nach Ponte Ulla. Und ich fürchte, ich muss morgen wieder rauf. Aber das Ziel ist ja in Sichtweite ...noch 21 Kilometern...
passt
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